Austausch mit Partnerschule in Guadeloupe

Hallo zusammen,

hier in diesem Blog möchte ich euch von meinem leider kurzen, aber auch sehr lehrreichen Austausch berichten.

Mein Name ist Bodo Marks, ich bin 20 Jahre alt und im 2. Jahr meiner Ausbildung zum Elektroniker am Standort Hilden.

Wie ihr euch vielleicht schon bei der Überschrift gedacht habt, ging dieser Austausch nach Frankreich. Jedoch nicht in das nahegelegene „Festland“ Frankreich, sondern auf eine kleine Karibikinsel namens Guadeloupe, welche heute noch als Überbleibsel der französischen Kolonien zu Frankreich und damit auch zu Europa gehört. Aber genug mit Erdkunde.

Dieser Austausch wurde geleitet und organisiert vom Heinrich-Hertz-Berufskolleg (HHBK), mit der 3M und besonders die Ausbildung in Hilden schon lange eng zusammenarbeiten.

Unsere kleine Gruppe von 8 Schülern und einer Lehrerin vom HHBK begann den Austausch Ende Januar mit dem Flug zur Insel. Diese erreichten wir dann schließlich mit 24 Stunden Verspätung, dafür aber mit einem außerplanmäßigen Tag Aufenthalt in Paris. Da der erste Besuch nur für drei Wochen vorgesehen war, waren ab jetzt die Tage streng durchgeplant.

In der ersten Woche lernten wir unsere Partner dann in einem Sprachkurs genauer kennen und halfen uns gegenseitig, uns besser zu verständigen. Nachmittags, wenn der Sprachkurs beendet war, ging es meistens noch auf Rundführungen. Diese halfen uns, die Kultur und die Lebensweise auf Guadeloupe zu verstehen, wie der Ausflug zur historischen Hauptstadt Basse Terre und dem sehr nachdenklich stimmenden Sklavenmuseum oder auch neue Dinge wie der Windkraftpark und das sehr interessante Geothermie-Kraftwerk.

Bild Austauschbericht Guadeloupe

Darauf folgten dann zwei Wochen Praktikum in unterschiedlichen Betrieben. Obwohl diese Wochen durch die komplett verschieden Arbeitsumgebungen und -verhältnisse sehr hart waren, hat es uns doch Spaß gemacht, so viele neue Dinge zu sehen und zu lernen. Da unsere Unterkunft etwas abgelegen und der Nahverkehr kaum existent war, ist es uns leider kaum möglich gewesen, nach der Arbeit mit unseren Austauschschülern noch etwas zu unternehmen. Auf Grund dessen und unserer für Deutschland untypisch langen Arbeitszeit nutzten wir dann meist unsere freie Zeit, um uns auszuruhen und auf den nächsten Tag vorzubereiten.

Schließlich ging es nach diesen drei Wochen dann für uns zurück nach Deutschland. Wir waren froh, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen und wieder an unseren Arbeitsplatz zurück zu können, aber auch traurig diesen Ort und unsere Austauschpartner verlassen zu müssen. Als Aufmunterung diente die Vorfreude auf den Gegenbesuch der Franzosen nur wenige Monate später.

Gegen Ende des Winters, mit sehr milden Tagen, kamen dann unsere Partner nach Deutschland. Trotzdem waren diese, die sonst nur das perfekte Karibikwetter kennen, von der Kälte überrascht und zogen gleich alle ihre dicksten Jacken an.

Der Ablauf gestaltete sich ähnlich wie auf Guadeloupe. Die erste Woche wurden nochmal unsere Sprachkenntnisse aufgefrischt, für die einen in Französisch, für die anderen in Deutsch. Nachmittags standen dann Ausflüge zu den Wasserwerken, Stadtwerken und der Müllverbrennungsanlage auf der Tagesordnung.

Dann stand auch schon das zweiwöchige Praktikum meiner zwei Partner im 3M Werk Hilden an. Hier gab mein Ausbildungsmeister ihnen einen Einblick in die 3M Welt und er erklärte, wie die Arbeit eines Elektronikers bei 3M aussieht. In dieser Zeit konnten die beiden sich auch an einer praktischen Abschlussprüfung versuchen und bekamen sogar eine kleine Führung am Hauptstandort Neuss.

Nun war auch schon der letzte Teil des Austausches vorbei und man traf sich noch einmal zur Abschiedsveranstaltung. Es wurden kleine Vorträge gehalten, Präsente überreicht und sich Lebewohl gesagt, bevor sich unsere französischen Partner auf den Weg machen mussten.

Abschließend lässt sich sagen, dass dies eine unglaubliche Erfahrung ist, die mir 3M ermöglicht hat. Nicht nur in Bezug auf die netten Menschen, die wir kennen lernen durften, auch viel mehr die Erfahrung im interkulturellen Austausch. Wir hatten die Möglichkeit, das Leben an einem weit entfernten Ort kennen zu lernen und ein wenig von unserem Alltag vorstellen zu können. Hiermit ein sehr großes Dankeschön an alle, die dies ermöglicht haben.

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