Probezeit – Was ist das eigentlich?

Von der Probezeit hat wahrscheinlich jeder schon einmal etwas gehört, doch assoziieren die meisten etwas Negatives mit ihr.

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Auch die Auszubildenden, die in diesem Sommer Ihre Ausbildung begonnen haben, stecken mitten in der Probezeit. Vielleicht habt auch Ihr Euch vor dem Beginn Eurer Ausbildung Gedanken über die Probezeit gemacht und einfach gehofft, dass Ihr sie gut übersteht.

Aber ist das Bangen in der Probezeit wirklich begründet? Wofür ist sie eigentlich da? Und sollen die neuen Mitarbeiter wirklich auf die „Probe“ gestellt werden?

Laut Berufsbildungsgesetz kann die Probezeit in der Ausbildung zwischen einem und vier Monaten betragen. Dabei soll sie aber weniger den Mitarbeiter auf die Probe stellen, sondern vielmehr dem gegenseitigen Kennenlernen von Azubi und Ausbildungsbetrieb dienen. Der Auszubildende kann in dieser Zeit herausfinden, ob der Ausbildungsberuf der richtige für ihn ist. Es kann immer einmal sein, dass man sich in der Ausbildung nicht wohlfühlt oder merkt, dass man doch etwas ganz anderes machen möchte und die Ausbildung daher abbricht. In diesem Fall kann das Ausbildungsverhältnis in der Probezeit jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden. Bei der Kündigung muss zusätzlich beachtet werden, dass sie schriftlich erfolgen muss, jedoch ohne Angabe eines Grundes. Doch auch der Ausbildungsbetrieb kann sich während der Probezeit gegen den Auszubildenden entscheiden, sodass er den Auszubildenden fristlos kündigen kann. Ausgenommen sind hier Schwangere, Schwerbehinderte und Mitglieder der Jugendausbildungsvertretung. Solange Ihr aber zeigt, dass Ihr interessiert seid, Euer Bestes gebt und Spaß an Eurer Arbeit habt, sollte Euch nichts passieren.

Egal wie lange Eure Probezeit auch dauert, Ihr werdet sehen, dass sie wie im Flug vergehen wird. 😊

Viele Grüße aus Bad Essen

Laura

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